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Ein Königreich für ein Stück Kuchen

Epiphanie

6. Januar: Epiphanie. So steht es im Kalender. Volkstümlich heisst der Tag Dreikönigsfest und spielt damit auf den Besuch der drei Weisen aus dem Morgenland beim Neugeborenen in Betlehem an. Weise sind nach dem Handwörterbuch des biblischen Altertums Magier und Sterndeuter. Sie folgten denn auch dem Stern. Irgendwie wurden daraus drei Könige. Sie brachten Geschenke: Gold; Weihrauch, Myrrhe. Darum gibt’s in einigen Ländern an diesem Tag Geschenke, und nicht an Weihnachten.

Uns bleibt immerhin der Dreikönigskuchen. Und dieser führt uns direkt ins Mittelalter. Einmal König sein, wenn auch nur für einen Tag. Die Krone tragen, Huldigungen entgegennehmen, befehlen. Ein Lied schreiben für die Angebetete. Tafeln, Wein trinken, gnädig sein. In der Werkstatt Waltensburger Meister gibt’s allerdings einen demokratischen Königskuchen. So können alle König und Königin sein.

Anschliessend geht’s bei strahlendem Sonnenschein zur Kirche in Waltensburg/Vuorz. Dort hat der Waltensburger Meister in der ersten Hälfte des 14. Jahrhhunderts an der südlichen Aussenwand eine Epiphanie geschaffen. Unterwegs fragen wir uns, ob die alte Wetterregel wohl eintreffen wird: „Ist bis Dreikönig kein Winter, folgt keiner dahinter.“

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